Die Entstehung und Geschichte der RSVCD
Vor ca. 2 Jahren ärgerte ich mich mal wieder darüber, das ein aktueller Film in einer 3er CD Version heraus kam. Somit beschaffte ich mir die MVCD Version. Die Bildquallität war übel, die CD ruckelte nur noch auf meinem DVD PLayer und ich fluchte, schimpfte...
Da kam mir die Idee:
Wenn eine VCD (MVCD) auf einen 700 MB Rohling Platz hat, kann das auch eine SVCD. So holte ich mir alle aktuellen Programme, Codecs und Tools auf meinen PC und begann zu testen...
Nach ca. 3 Monaten und 40 verbrannten CD`s war es soweit, die beste Variante, die beste Bildqualität.
RSVCDs lassen sich genauso wie andere VCDs auf einen CD Rohling brennen, auch wenn diese 800 MB groß sind.
CAM (Cam-Rip):
Die schlechteste aller Aufzeichnungsformen. Der Film wurde mit einem Camcorder im Kino von der Leinwand abgefilmt. Die Bildqualität ist meist akzeptabel bis gut, bei manchen Filmen sind in kurzen Momenten Köpfe von anderen Kinobesuchern im Bild. Die Tonqualität ist sehr unterschiedlich, Störgeräusche wie Gelächter des Publikums sind möglich.
TS (Tele Sync):
Diese VCDs werden mit einer auf einem Stativ befestigten professionellen (Digital)Kamera in einem leeren Kino von der Leinwand abgefilmt. Die Bildqualität ist wesentlich besser als bei einer Cam. Der Ton wird bei diesen Produktionen oft direkt vom Projektor oder einer anderen externen Quelle abgenommen, ist somit störungsfrei und in der Regel sogar Stereo.
SCR (Screener):
Die zweitbeste aller Aufzeichnungsformen. Hier wird als Basis eine Pressekopie von einem professionellen Videoband des Filmes benutzt. Die Bildqualität ist mit sehr gutem VHS vergleichbar. Der Ton ist ebenso einwandfrei, Stereo und oft Dolby Surround.
DVDScr (DVD Screener):
Hierbei handelt es sich um eine für die Presse vorab veröffentlichte DVD. Ton, Qualität sind wie bei einem normalem DVD-Rip.
R5:
R5 steht für den russischen Ländercode, d.h. die Video Source stammt aus Russland. Professionell (meist von der Film- oder Vertriebsfirma) erstellter russischer Telecine, der als DVD in Russland ziemlich früh nach Cine-Date verkauft wird. Gute Bildqualität.
WP (Workprint):
Ein besonderes Bonbon für Filmfans. Diese Veröffentlichung ist sozusagen eine "Betaversion" eines Films. Ihre Veröffentlichung auf VCD ist meist weit vor dem weltweiten Kinostart. Es ist eine Vorabversion des Films, daher ist qualitativ von exzellent bis fast unanschaubar alles möglich, je nach Quellmaterial. Oft fehlen allerdings noch einige Szenen, oder die Schnitte sind unschlüssig. Positiv ist, dass manchmal Szenen enthalten sind, die im Endprodukt dem Schneidetisch zum Opfer fallen. Bei einigen dieser Produktionen ist am unteren oder oberen Bildrand ein laufender Zähler - ein sogenannter Timecode - der zum Schneiden des Filmmaterials benötigt wird, eingeblendet.
TC (Telecine):
Diese VCDs sind sehr selten, bieten dafür aber mit Abstand die beste Qualität. Die Quelle ist ein Filmprojektor mit Audio / Video Ausgang; das Filmmaterial wird hier direkt vom Projektor abgenommen. Bild- und Tonqualität sind exzellent.
DVD- oder LD-Rip (DVDRiP):
Hier wurde eine offizielle DVD oder eine Laserdisk als Quelle für die VCD benutzt. Qualitativ sind diese Versionen exzellent, allerdings sind sie bei neuen Filmen selten zu finden, da die offiziellen DVD oder Laserdisks erst einige Zeit nach Kinostart in den USA auf den Markt kommt. Trotzdem kann die Veröffentlichung vor dem Kinostart in Deutschland liegen, da viele Filme hierzulande mit ca. einem halben Jahr Verzögerung anlaufen.
TV-Rip:
Der Film wurde vom Fernsehn aufgenommen und hat meistens ein Senderlogo eingeblendet (z.B.: "ARD"). Die Qualität ist aber meistens recht gut.
VHS-Rip:
Der Film wurde vom einem Video aufgenommen. Die Qualität ist auch hier meistens recht gut.
FS (Fullscreen):
Das Release ist Fullscreen, also Vollbild. Dabei wird die gesamte sichtbare Bildfläche ausgenutzt und somit schwarze Ränder vermieden.
WS (Widescreen):
Ein Widescreen-Video versucht das gesamte Bild, so wie es im Kino zu sehen ist, auch auf dem Fernseher zu erhalten -- obwohl sich die Proportionen der Leinwand und des Fernsehschirms stark voneinander unterscheiden. Eine Widescreen-Version behält die Ausmaße des Filmbildes bei (in den meisten Fällen 1,85:1), indem ober- und unterhalb des Bildes schwarze Balken hinzugefügt werden, die das rechteckige Format der Kinoleinwand simulieren. Es gibt unterschiedliche Breitwandformate, die diverse Zwischengrößen verwenden. Die Breite der schwarzen Balken ist daher immer vom tatsächlichen Bildformat der Kinokopie abhängig. Filme, die nicht im Widescreen- oder Letterbox-Format auf Video kopiert wurden, füllen den ganzen Bildschirm aus und wurden mit dem "Pan and Scan"-Verfahren bearbeitet. Gibt es von einem Film zwei Versionen auf Video, eine Vollbild- ("Pan and Scan") und eine Widescreen-Fassung, dann ist der Inhalt gleich. Die Titel unterscheiden sich nur in der Art, wie sie auf dem Fernsehbildschirm wiedergegeben werden.
PS (Pan and Scan):
Filme, die für eine Auswertung im Kino gedreht wurden, haben ein Bildformat, das auf die rechteckige Kinoleinwand ausgerichtet ist. Wenn ein solcher Film nun für den Gebrauch auf dem heimischen Fernseher auf Video überspielt wird, ist eine Anpassung des Bildes notwendig, so dass es den viereckigen Fernsehbildschirm ausfüllt. Die meisten amerikanischen Filme, die nach 1955 entstanden sind, wurden im amerikanischen Breitwandformat von 1,85:1 gedreht (für die meisten europäischen Filme gilt das europäische Breitwandformat von 1,66:1). Ausgenommen ist das noch breitere Cinemascope-Format (2,35:1), für das eine anamorphotische Linse verwendet wird. Das Standard-Bildformat eines Fernsehgerätes beträgt dagegen 1,33:1. Beim Transfer auf Video wird das Bild also verkleinert. Dies geschieht dadurch, dass man das komplette Bild abfährt (der englische Begriff dafür ist "pan") und sich dann auf einen Bildausschnitt konzentriert. Die Breite des Bildes wird verringert, wobei ein Teil verloren geht. Wenn bei einem Video oder bei einer DVD keine Angaben zum Bildformat vorliegen und der Hinweis "Originalkinoformat" fehlt, muss man davon ausgehen, dass die Bildgröße dem Fernsehformat (1,33:1) durch das Pan and Scan-Verfahren angepasst wurde. Wer lieber das ganze Bild sehen möchte, sollte -- wenn es sie gibt -- auf Widescreen- bzw. Letterbox-Versionen zurückgreifen. Ein Vollbild-Release (vgl. "FS") ist das Ergebnis aus dem Pan and Scan Verfahren.
PD (Pirate Dub):
Dieses Release setzt sich bspw. aus einer "extern" bezogenen Bildquelle (z.B.: von einer amerikanischen Releasegroup) und einer "eigenen" (selbst abgenommenen) deutschen Tonspur zusammen. Das ganze hält sich an sogenannte Pirate-Dub-Regeln, die exakt definieren, was ein Pirate Dub befolgen muss. Verstösse werden mit NUKE geahndet. Es sei gesagt, dass es sich hierbei um eine deutsche Regelung handelt, die jedoch nicht von allen deutschen Dub-Crews akzeptiert wird und somit nicht als Standart betrachtet werden kann.
LETTERBOX:
Letterbox ist ein anderer Begriff für Widescreen (siehe "WS").
SE (Special Edition):
Ein Video oder eine DVD können auch als Special Edition herausgebracht werden. Eine Special Edition enhält Bonusmaterial und/oder zusätzliche Szenen, die in der Kinoversion oder der normalen Video-/DVD-Fassung nicht zu sehen waren.
DC (Director's Cut):
Ein Film mit speziellen Szenen, die in der Urveröffentlichung nicht zu sehen waren. Bei vielen Filmen hat nicht der Regisseur das letzte Wort, sondern die Produzenten bestimmen, in welcher Schnittfassung ein Film in unsere Kinos kommt. Ein Regisseur, der mit der Kinoversion seines Films nicht einverstanden war, hat vielleicht später die Gelegenheit, eine Schnittfassung zu erstellen, die seinen Vorstellungen entspricht. Diese Fassung nennt man "Director's Cut".
LIMITED:
Der Film läuft/lief in weniger als 500 Kinos.
WATERMARKED:
Kleine dauerhafte Einblendungen irgendwelcher Kürzel oder Symbole der Release-Group oder des Verleihers.
DUBBED:
Der Originalton ist ersetzt worden (z.B.: Ton aus einem deutschen Kino genommen und mit einem englischen Release gemixt).
LD (Line Dubbed):
Ein engl. Release wurde mit deutscher Tonspur versehen, die über den "Line"-Ausgang von einer externen Quelle im Kino, Flugzeug, etc. aufgenommen wurde.
MD (Mic Dubbed):
Ein engl. Release wurde mit deutscher Tonspur versehen, die per Micro im Kino aufgenommen wurde.
AC3 (Audio Coding 3):
von AC3 Dolby Laboratories entwickelt. Dieses Multichannel-Format ist komprimiert und besitzt eine Abtastfrequenz von 48 kHz bei bis zu 24 Bit (DVD: 16bit). Ein DD-Audio-Track kann bis zu 5.1-Kanäle besitzen. 5 normale Kanäle für Lautsprecher und .1 für den Subwoofer-Kanal, welcher jedoch nicht als eigentlicher Kanal bezeichnet wird. Die Datenrate reicht von 64 bis zu 448 kbit/s, wobei 384 kbit/s die normale (DVD)-Datenrate bei 5.1-Kanal.
Die digitalen Dolby Digital-Signale müssen erst von einem Decoder in (meist 6) separate analoge Kanäle umgewandelt werden.
INTERNAL:
Ein Release, das bereits von einer anderen Crew veröffentlicht wurde oder den allgemeinen Regeln nicht gerecht werden kann (vgl. NUKE) und aus diesem Grund nicht öffentlich sondern lediglich Crew-intern released wird.
NUKE:
Es gibt zwei Arten des "nukings": Zum einen wird ein Release von einer einzelnen Release-News-Seite genuked, weil es nicht ihren "Regeln" eines Ripps entspricht, zum anderen gibt es allgemeine Nukes (von der gesamten Szene), wenn das Release DUPE, also doppelt released wurde, oder anderweitig irregulär ist.
DUPE:
Zweiter, späterer Release eines Titels einer anderen Releasegroup das keinen nennenswerten Qualitätsunterschied bietet.
DL:
Dual-Language; d.h. der Film beinhaltet 2 verschiedene Tonspuren, z.B.: Deutsch & Englisch.
ML:
Multi-Language; d.h. der Film beinhaltet 3 oder mehr Tonspuren.
PROPER:
Ein früheres Release dieses Filmes war qualitativ minderwertiger als dieses Release.
REAL.PROPER:
Dieses Release ist qualitativ noch hochwertiger als das PROPER-Release.
REPACK:
Beim Packen des Release z.B.: zu einem RAR-Archiv kam es zu Fehlern und das Archiv wies beim entpacken bspw. CRC- Fehler auf und wurde deshalb erneut gepackt und neu released.
RECODE:
Ein Release wurde in ein anderes Format umkonvertiert (z.B.: 3CD SVCD Release --> 1CD DivX Release), oder neu encodiert.
RERIP:
Der Film wurde erneut gerippt.
SUBBED:
Dieses Release hat Untertitel. Dies kann von einem einzelnen, kleinen bis zu mehreren oder sehr grossen Untertiteln reichen, die je nach dem sehr viel Platz, i.d.R. am unteren Bildrand, einnehmen.
STV:
Straight To Video bedeutet, das der Film nicht im Kino erschienen ist sondern direkt als Video (DVD / BluRay / etc.) vermarktet wird.
INTERLACED:
Das Bild hat waagerechten Bildversetzungen die aber meist nur bei genauem hinsehen auffallen.
PAL:
Phase Alternation Line ist der in Europa, Afrika und Südamerika verwendete Fernsehstandard. Er ist charakterisiert durch 25 Vollbilder pro Sekunde und 625 Abtastzeilen pro Vollbild. Dieser Standard beschränkt auch den im Fernsehen darzustellenden Bereich von Farben.
NTSC:
National Television Standards Committee ist eine Organisation, die den Fernsehbildstandard in Nordamerika und Japan definiert. Der entsprechende Standard weist 30 Vollbilder pro Sekunde und 525 Abtastzeilen pro Vollbild auf. Dieser Standard beschränkt auch den im Fernsehen darzustellenden Bereich von Farben.
BAD AR:
Die Aspect Ratio des Ripps ist nicht korrekt (z.B.: Eierköpfe)
BAD FPS:
Ein solches Release folgt nicht dem Szene-Standart aufgrund unzureichender/schlechter Framerate (~24fps)
BAD IVTC:
Als IVTC (inverse telecine) bezeichnet man den Prozess des herunterkonvertierens eines Movies mit 30fps auf eine Framerate von 24fps um Platz zu sparen. Das Bild erscheint dem geschulten Auge dadurch unsauber, "holprig".
Part (Teilarchiv):
Alle Parts werden in das selbe Verzeichnis heruntergeladen und Part 1 wird mit WinRAR entpackt. Bei Problemen sollten alle Parts überprüft werden.
Mirror:
Bezeichnet eine exakte Kopie der Datei auf einem anderen Server. Sagt der eine Filehoster nicht zu, kann auf diesen ausgewichen werden.
Sample:
Ausschnitt eines Films, welcher die Bild- und Tonqualität wiederspiegeln soll, bevor der eigentliche Film heruntergeladen wird.
NFO:
Insbesondere in der Warez-Szene ist es beliebt, Releases eine NFO-Datei beizulegen. Hierin sind üblicherweise Informationen über den Release enthalten.
READ.NFO:
In dem NFO-File dieses Releases stehen wichtige Informationen der Crew an die Leecher, z.B.: Grund eines Repacks, etc.
Passwort:
Dieses Passwort wird in diesem Fall zum Entpacken der RAR-Archive benötigt. Dazu wird WinRAR empfohlen.